Wie alles begann

… und was daraus wurde.

Eine Zeitungsannonce war schuld. Hätte es die nicht gegeben… . Wer weiß? Angefangen hat alles vor langer, langer Zeit. Ende der 1960- er Jahre gab es in Röbel ein Schülerblasorchester. Der damalige musikalische Leiter, bei dem viele von uns das Musizieren erlernt haben, war Alois Appel. Leider war es Anfang der 1970-er Jahre schon wieder vorbei. Solange, bis 1983 besagte Anzeige in der „Freien Erde“ erschien. Heinz Meyer leitete das damalige Kreiskabinet für Kulturarbeit. Er hatte die Idee zu dieser Blaskapelle und suchte per Annonce Orchestermitglieder. Klar, daß sich die ehemaligen Schülermusiker meldeten, um von Neuem gemeinsam ins Horn zu stoßen. Gleich beim ersten mal waren es über 15 Leute. Und damit der neue Klangkörper auch richtig gute Musik machte, gab es Unterstützung von berufener Stelle. Ein Solist der Neubrandenburger Philharmoniker brachte dem Orchester die richtigen Töne bei. Aber leider nur zwei Monate, dann setzte er sich in den Westen ab. Nun mußte wieder auf Altbewährtes zurückgegriffen werden. Horst Domsgen, der früher das Wredenhagener Schülerblasorchester geleitet hatte, übernahm die musikalische Leitung der Röbeler Blaskapelle bis zum Jahr 1999. Unterstützt wurde er dabei von Hubert Richter. Beide waren Musiker im staatlichen Volkloreensemble der DDR in Neustrelitz und haben die musikalische Richtung unserer Kapelle entschieden geprägt. Neben Märschen, Walzern und Schlagern haben wir uns hauptsächlich der Böhmischen Blasmusik verschrieben. Bis zur Wende war unser Orchester der ZBO Röbel angegliedert. Eine tolle Sache, Fahrzeuge, Honorare und Instrumente bekamen wir gestellt. Das war nach der Wende natürlich vorbei und es stellte sich die Frage, wie es denn weitergehen sollte. Eine Frage stellte sich aber nie, die nach dem Aufhören. Trotz mangelnder Auftrittsmöglichkeiten wurde ohne Unterbrechung weiter geprobt. Die Stadt Röbel nahm das Kulturhaus unter ihre Fittiche und stellte uns einen Probenraum zur Verfügung. Im März 1990 gründeten wir schließlich unseren eigenen Verein, die „Blaskapelle Röbel/Müritz 1983 e.V.“. Heute können wir uns über mangelnde Termine nicht mehr beklagen. Volksfeste, Dorf- und Erntefeste gehören zum festen Bestandteil unseres Terminkalenders. Zweifellos zu den Höhepunkten unseres Vereinslebens zählten Auftritte zur Grünen Woche in Berlin, während zweier Reisen nach Österreich sowie die musikalische Umrahmung von zwei Rundfunksendungen des NDR. Fest zu unserem Vereinsleben zählen auch Kontakte zu anderen Musikkapellen. Enge freundschaftliche Beziehungen pflegen wir u.a. zum Spielmannszug Kleinendorf, dem Falcon Regiment Kleinendorf, dem Musikkorps der Stadt Löhne sowie zur Stadtkapelle Spittal an der Drau. Im  Jahr 2008 stand uns ein weiterer Höhepunkt ins Haus. Unser Verein feierte sein 25- jähriges Bestehen. Pünktlich zum Jubiläum haben wir unsere erste CD-Produktion fertiggestellt . Wir haben dieses Fest mit vielen Freunden zusammen feiern können und hoffen, daß wir mindestens nochmal 25 Jahre dran hängen können.

… In den letzten 10 Jahren haben wir stetig unser Repertoire erweitern können. Auch versuchten wir uns an vielen neuen und ausgefallenen Musikstücken, welche bei unserem Puplikum sehr gut ankamen. Auch das Gesicht der Kapelle hat sich verändert. Einige Mitglieder schieden aus, andere kamen neu hinzu. Eins ist jedoch geblieben, unser Kapellmeister Holger Gerhardt und die Liebe zur böhmischen Blasmusik.

In diesem Jahr feiern wir mit unserem Puplikum und Vereinsmitgliedern unser 35 jähriges Bestehen und hoffen, das wir unsere Musik auch in den nächsten Jahren weiter präsentieren können und so noch einige Jahre für gute Stimmung und Freude sorgen.